Demenz geht uns alle an

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungen, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen einhergehen. Das Thema ist eine Begleiterscheinung unserer älter werdenden Gesellschaft und geht uns alle an. Derzeit leben in Deutschland 1,4 Millionen Menschen, die an einer der verschiedenen Formen von Demenz erkrankt sind. Die Zahl wird sich bis 2050 verdoppeln, das heißt 100 Neuerkrankungen täglich. Etwa zwei Drittel der erkrankten Menschen sind älter als 80 Jahre, weniger als 2 % jünger als 65 Jahre. Der Anteil der Frauen beträgt 70 %, Hauptgrund hierfür ist die höhere Lebenserwartung.

Forschung / Medizin


Derzeit bietet die Medizin wenig Hoffnung. Demenz soll keine Tabudiagnose sein. Es geht darum, mit dem Vergessen leben zu lernen. Im Alltag heißt es vor allem, die Betroffenen als Erwachsene mit ihrer Biografie ernst zu nehmen.

 

 

Begegnung


Bei unseren Begegnungen mit dementiell Erkrankten und ihren Familien stoßen wir oft auf Trauer, Scham und Angst. Aber genau so auf Liebe und Optimismus. Damit dies im Alltag gelingt ist es wichtig, dass sich Angehörige entlasten und eine emotionale Form der Kommunikation lernen.